Palmbuschen (Teil 5) - Palmkätzchen

Die Palmkätzchen gehören zu den ersten Boten des Frühlings und sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Bienen. Um zu vermeiden, dass die Bienen keine Futterquelle mehr finden hat man sie unter Naturschutz gestellt. Sie sind eine beliebte Dekoration für die Osterzeit und ein Symbol für die Fruchtbarkeit, ähnlich wie der Osterhase. In katholischen Gegenden gehören sie zur Palmprozession und erinnern an den Einzug Jesus in Jerusalem am Palmsonntag. Palmbuschen symbolisieren das Leben,  bringen Segen für Haus und Hof und sollen vor Unwettern und Hagelschlag schützen. Ich habe euch dazu die Geschichte!  „Die Bienen und die Palmkätzchen“ vorbereitet. Viel Spaß beim Lesen!

Die ersten Bienen, die ersten Blüten, die ersten kleinen Freuden draußen an der frischen Luft (von Elke Bräunling)

Ein sonniger Spätwintertag ist heute. Warmer Wind hat dafür gesorgt, dass der viele Schnee restlos weggetaut ist. Endlich!

Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr auf den Frühling. Sie träumen von warmer Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und auf die ersten Frühlingsblumen. Oh, Frühling ist ja so schön! Auch Pia und Pit sind ganz aufgeregt an diesem tollen Sonnentag. Fröhlich laufen sie über die Wiese im Park.„Ob wir schon Veilchen finden?“, überlegt Pia. „Über einen Blumenstrauß freut sich Mama bestimmt.“ Die beiden machen sich auf die Suche, doch Veilchen finden sie keine. „Es ist noch zu früh für Blumen“, meint Pit. Pia deutet zum Baum hinüber. „Toll sehen sie aus, die Palmkätzchen. Ein Strauß davon wäre auch nicht schlecht.“ Hm. Nachdenklich stehen die beiden vor dem Baum  und beobachten, wie eifrig die ersten Bienen um die pelzigen Blüten schwirren und Nektar naschen. Schön sieht es aus, nach Frühling. „Die Bienen sind aber mächtig hungrig“, lacht Pia. „Der Winter war ja auch ganz schön lang.“
Pit nickt. „Ich glaube, es ist keine gute Idee, einen Strauß zu pflücken.“ „Finde ich auch. Die Blüten gehören den Bienen.“ Pia sieht sich suchend um. „Bestimmt finden wir noch ein anderes Geschenk für Mama.“ Sie bückt sich nach einem besonders schön geformten leeren Schneckenhaus. „Meinst du“, fragt sie zögernd, „Mama würde sich über das Schneckenhaus freuen?“ Pit nickt. „Ganz bestimmt.“ „Und dazu“, schlägt Pia vor, „malen wir ein Bild von einem Strauß mit vielen Blüten und Bienen …“ „… und einem besonders schönen Schneckenhaus, das darunter liegt“, lacht Pit. Und lachend laufen Pia und Pit mit ihrem Schneckenhaus nach Hause.

Deshalb liebe Schülerinnen und Schüler reicht ein Zweig oder selbstgemachte Palmkätzchen, wie Herr Kornfeind es schon im Video erwähnt hat

Lg Frau Limpl

 

Die Thuje ist ein Lebensbaum und gilt als grünes Symbol für die Ewigkeit und des sich immer erneuernden Lebens. Sie dient der allgemeinen Abwehr und soll  vor Krankheiten schützen, da sie eine stark desinfizierende Wirkung hat. Der Baum des Lebens ist ein Ursymbol und findet sich in vielen religiösen Schriften. In Mythen und Märchen wird der Lebensbaum als Weltenbaum dargestellt, der das Diesseits und Jenseits, die sichtbare mit der unsichtbaren Welt verbindet. Das Holz dieses Baumes wurde in früheren Zeiten aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit im Schiffsbau sowie als Material für Türen, Pfosten, Balken und Dächer verwendet.

  • Vielleicht magst du mal alle deine Pflanzen, die du bereits abgeschnitten und gesammelt hast, zeichnen?
  • Oder du schreibst ein kleines Tagebuch und hältst dabei fest, wo du sie gefunden hast.
  • War es schwierig oder hast du sofort gewusst wo du sie findest?
  • Vielleicht haben dir deine Eltern oder deine Großeltern, die du ja leider nicht treffen kannst, einen Tipp übers Telefon gegeben?
  • Viel Glück dabei!

 Frau Limpl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

Die Stechpalme

Die Stechpalme  wird in Österreich auch Ilex  genannt. Sie ist  sogar älter als unser Weihnachtsbaum. Bereits in vorchristlicher Zeit wurde die Stechpalme verehrt und gilt  als Symbol für ewiges Leben und Hoffnung. Die Römer verschenkten die Stechpalme als Glücksbringer und als Zeichen für Gesundheit. Man sagt ihr eine beschützende Wirkung nach, deshalb nützten sie auch  die Kelten und Germanen.  Harry Potters Zauberstab ist aus dem Holz der Stechpflanze. Das Holz ist sehr hart und Johann Wolfgang von Goethe hatte einen Gehstock aus dem Holz gefertigt, den man heute noch im Weimarer Goethehaus begutachten kann.

Sie sollte in keinem Palmbuschen fehlen, weil sie mit ihren stacheligen Blättern an die Dornenkrone von Jesus erinnert. (Fr. Limpl)

 

Eibe

Die Eibe ist ein Symbol für das ewige Leben. Die Kelten betrachteten sie als heilig, da sie im Durchschnitt vier bis siebenhundert Jahre alt werden kann. Das Holz der Eibe ist widerstandsfähig und gleichzeitig biegsam. Bei der berühmten Gletschermumie „Ötzi“, die in den Ötztaler Alpengefunden wurde, fand man einen Bogen aus Eibenholz. Ötzi lebte vor über 5000 Jahren und schon damals verwendete man dieses Holz  für Werkzeuge. Auch Robin Hood hatte mit der Eibe was zu tun. Lies seine Legende, dann weißt du was es war! (Fr. Limpl)

Legende von Robin Hood

Als Robin - so die Legende - von den Kreuzzügen zurückkehrte, soll er sein Anwesen in Schutt und Asche vorgefunden haben. Er fand heraus, dass der Sheriff von Nottingham mit dem Bruder von König Richard Löwenherz, Prinz John, gemeinsame Sache machte. Die beiden wollten das Lösegeld für Richards Freilassung in Österreich nicht bezahlen. Robin floh in den Sherwood Forest, einen sehr dichten und überwucherten Wald mit nur wenigen Lichtungen. Doch Robin fürchtete sich nicht. Als Anführer überfiel er mit seinen Anhängern Lady Marian, Bruder Tuck und Little John Dutzende von Postkutschen, Wagentransporte und gelegentlich sogar Städte und befreite am Ende ein ganzes Heer von königstreuen Soldaten. Mit den erbeuteten Ersparnissen aus den Kutschen zahlte er das Lösegeld für Richard Löwenherz und dieser kehrte ein halbes Jahr später zurück. Robin Hood war auch bekannt als der Rächer der Witwen und Waisen. Er schoss mit einem Bogen aus Eibenholz genau wie andere mit einem Gewehr. Mit Einem Pfeil legte er zwei Gegner gleichzeitig um. Fliegende Pfeile konnte er in der Luftabschießen, um sie millimetergenau auf das Ziel umzulenken. Und das in Strumpfhosen! Am Bekanntesten ist sein legendärer Doppeltreffer, bei dem er einen Pfeil mit einem zweiten spaltete.

 (aus: http://www.stupidedia.org/stupi/Robin_Hood)

 

Palmen haben eine lange geschichtliche  Vergangenheit. Sie wurden bereits im Altertum als heilige  Bäume verehrt. Im Orient ehrte man siegreiche Personen damit. Man kann den Palmbuschen je nach Region unterschiedlich gestalten. Abhängig von der Region werden Palmzweige auch als Palmbaum, Palmstange, Palmbeserl usw.  bezeichnet. Die geweihten Palmbüsche sollen Segen bringen und dazu werden sie an einen besonderen Ort im Haus gestellt. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch daran erinnern, dass wenn ein Gewitter kam, man einige Palmzweige in den Ofen gab, es sollte die Familie vor Unglück schützen. Die Bauern haben die Palmbuschen in die Wiese gesteckt um auf eine gute Ernte zu hoffen und zum Schutz vor Unwetter. Die Hasel, die Herr Kornfeind im 1. Video erklärt, ist ein Zeichen für Weisheit und Fruchtbarkeit. Viele von uns haben dass Palmbuschen binden noch von unseren Großeltern gelernt. Leider ist das Treffen zurzeit nicht möglich, aber Herr Kornfeind erklärt es auf seinem Video super!

Und vielleicht könnt ihr dann mit eurem gebundenen Palmbuschen jemand eine Freude bereiten. (Fr. Limpl)